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So lang die Suche dauert

Manchmal lebt man in den Tag hinein und alles ist wie immer 
Plötzlich kommt was neues auf - und es kommt viel schlimmer
Als man es selbst je gekannt hat, oder je für so übel befunden
Plötzlich ist ein lieber Mensch wie vom Erdboden verschwunden

Man ruft die Polizei und bleibt dabei wenn die Suche startet
Die Stunden zäh wie Kaugummi während man immer nur wartet
Auf Neuigkeiten, die Hoffnung geben und ein bisschen Mut
Immer wieder fragt man sich, ob es genug ist, was man tut

Man stellt Wälder auf den Kopf, man hängt Plakate an die Bäume
Verzweifelt wünscht man sich, die Tage wären nur böse Träume
Man kann den Kopf nicht stoppen, wo manche Frage lauert
Im Dunkel der Nacht wartet kein Trost so lang die Suche dauert

Verstreichen Wochen nahtlos, werden die Möglichkeiten rar
Man fragt sich, wohin gehen, wo man nicht sowieso schon war
Interpretiert, wo nichts zu holen ist, und nimmt alle Zeit in Kauf
Die Hundestaffel kommt nicht mehr, doch man gibt nicht auf

Man verliert sich in Szenarien wenn man sich fragt wie´s weitergeht
Sieht man sich noch einmal wieder oder kommt man schon zu spät
Ist der letzte Blick erloschen und wenn´s so war, bei welchem Bild
Hat an dem Ort die Luft gebrannt oder war alles ruhig und still

Man kämpft um einen Menschen und die Gewissheit was nun ist
Hofft das Beste da man weiss dass man die Tage nie vergisst
Man kann den Kopf nicht stoppen, wo manche Frage lauert
Im Dunkel der Nacht wartet kein Trost so lang die Suche dauert

Gewidmet Horst Paul Ramson
01.01.1940 - 19.06.2015 
Text: Frank Ramson, 2015. 
Musik: Thirteen.

© Frank Ramson. Impressum.